2007 mussten die drei historischen Halbportalkräne vom Kaispeicher A der Großbaustelle der Elbphilharmonie weichen. Anfang Oktober kehrten sie mit Hilfe eines großen Schwimmkrans der HHLA an ihren Heimatplatz zurück. Frisch renoviert von der Stiftung Hamburg Maritim erstrahlen sie in neuem Glanz. Jetzt schmücken die denkmalgeschützten Ladekräne Hamburgs neues Wahrzeichen. Bis Anfang der 1990er Jahre wurden mit ihnen die Tee- und Kakao-Säcke von den Schiffen in das Innere des Kaispeichers A verladen. Wegen des eingeschränkten Platzes waren die Kräne über eine Schiene am Boden und eine weitere Schiene in vier Metern Höhe an der Wand des Speichers befestigt und konnten so die Ladeluken des Speichers bedienen. Heute veranschaulichen sie diesen ursprünglichen Nutzungszweck an ihrem alten Standtort am Kaispeicher A.
„Mit den drei denkmalgeschützten Halbportalkränen erhält der historische Kaispeicher A sein altes Gesicht zurück. Uns war es bei dem Bau der Elbphilharmonie wichtig, dass das neu geschaffene Konzerthaus die Geschichte Hamburgs aufnimmt und lebendig hält“, so Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda.
Die drei Halbportalkräne wurden 1963/64 von der Firma DEMAG (Nachfolger Kampnagel AG) in Hamburg gebaut. Ursprünglich soll es im Hamburger Hafen über 1.000 dieser Kräne zur Verladung von Stückgut gegeben haben. Die drei an der Elbphilharmonie sind die letzten, die noch an ihrem ursprünglichen Platz stehen.