Die Unsicherheit auf den internationalen Energiemärkten nimmt zu. Gleichzeitig wird deutlich, wie unterschiedlich sich die Windmärkte entwickeln. Investitionsbedingungen, Infrastruktur und technologische Prioritäten unterscheiden sich teils erheblich. Fünf Welt-Regionen bieten einen besonders guten Einblick in die Richtung, in die sich der globale Markt bewegt: - Europa – Systemintegration: In Europa rücken Netze, Energiespeicher, Genehmigungen, Offshore-Infrastruktur und Repowering von Windkraftanlagen stärker in den Mittelpunkt.
- Asien – Skalierung und Offshore-Wachstum: China ist bei Produktion und Ausbau weltweit an der Spitze. Gleichzeitig bauen Japan, Südkorea und Taiwan ihre Offshore- und Floating-Wind-Märkte aus.
- Nordamerika – Ressourcen und Nachfrage: Die USA und Kanada verfügen über große Windressourcen und einen wachsenden Strombedarf, allerdings verändern sich dort die regulatorischen Bedingungen.
- Indien – schnelles Wachstum: Indien entwickelt sich zu einem der wichtigen Wachstumsmärkte und wird gleichzeitig zu einem bedeutenden Produktionsstandort.
- Brasilien – erneuerbares Potenzial: Brasilien ist bekannt für seinen Rohstoffreichtum, das gilt auch für Energie. Starke Onshore-Windressourcen treffen auf neue industrielle Chancen rund um Netze, Power-to-X und grünen Wasserstoff.
Windenergie ist weit mehr als die Turbine Mit dem Ausbau verändert sich auch die technologische Agenda. Energiespeicher und leistungsfähige Stromnetzwe werden wichtiger, um Windstrom verlässlich ins Energiesystem zu integrieren. KI und Digitalisierung helfen bei Wartung, Steuerung und Optimierung. Im Offshore-Bereich beeinflussen zunehmend auch Häfen, Installationsschiffe, Kabel und belastbare Lieferketten das Tempo des Ausbaus. Wasserstoff und die Umwandlung von einer Energieform in die andere durch Power-to-X eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, erneuerbaren Strom für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen. „Ob Herausforderungen beim Netzanschluss, Energiesicherheit, die Integration von Speichertechnologien oder KI-basierte Wartungslösungen: Auf der WindEnergy Hamburg 2026 treffen Politik, Verwaltung und Wissenschaft auf die führenden Akteure der Windindustrie, um gemeinsam die Zukunft der Onshore- und Offshore-Windenergie zu gestalten. Windenergie ist nicht nur entscheidend für das Erreichen der Klimaziele, sondern auch für die Stärkung der europäischen Energiesicherheit und industriellen Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und Congress. Beim Auftakt der WindEnergy Hamburg sind führende internationalen Unternehmen der Branche präsent. Mit dabei sind unter anderem Iberdrola (ES), Ørsted (DK), Siemens Gamesa (DE/ES), Vattenfall (SE), Vestas (DK) und EDP (PT). Im Mittelpunkt stehen Themen wie Energiesicherheit, Wettbewerbsfähigkeit oder Investitionen und die Frage, unter welchen Bedingungen Windenergie weltweit weiter skaliert werden kann. Die Eröffnungskonferenz am 22. September von 10:30 bis 12:00 Uhr (MEZ) wird live übertragen. Und kann hier online verfolgt werden: Live-Streams - WindEnergy Hamburg Weitere Einblicke in internationale Märkte bietet das Global Markets Theatre der WindEnergy Hamburg. Globale Energietrends in lokale Wertschöpfung übersetzen Windenergie ist längst Teil eines größeren Systems aus Speichern, Netzen, Digitalisierung, KI, Wasserstoff und neuen industriellen Anwendungen. Gleichzeitig brauchen globale Herausforderungen konkrete Lösungen vor Ort. Das sich die weltweite Branche regelmäßig in Hamburg trifft ist kein Zufall, denn die Hansestadt zählt zu den führenden europäischen Standorten für erneuerbare Energien. Hier treffen Windindustrie, Forschung, Hafen- und maritime Infrastruktur, Netzkompetenz und eine wachsende Wasserstoffwirtschaft aufeinander. Ein lohnendes Beispiel für die Regionale perspektive ist der derzeit entstehende Innovationspark Hamburg-Bergedorf. Dort sollen international renommierte Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Energieinfrastruktur enger zusammenarbeiten, damit neue Technologien schneller den Weg aus der Forschung in die industrielle Anwendung finden. Am 22. September um 14:00 Uhr diskutieren Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Hamburg-Invest-CEO Dr. Rolf Strittmatter und Prof. Dr. Hans Schäfers von der HAW Hamburg am Stand des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) in Halle B7 darüber, wie daraus wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen und Innovation gefördert werden kann. „Innovationsparks können aus Forschung wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen lassen, indem sie Wissenschaft, Unternehmen und Infrastruktur an einem Ort zusammenbringen. Entscheidend ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass neue Technologien schneller aus der Entwicklung in die praktische Anwendung kommen.“ sagt Dr. Rolf Strittmatter, CEO von Hamburg Invest. Vier Tage lang zeigt Hamburg mit der Weltleitmesse für Windenergie an einem Ort, wie die großen Windregionen der Welt dieselbe Aufgabe auf unterschiedliche Weise angehen: immer mehr Windenergie zu einem verlässlichen und wettbewerbsfähigen Bestandteil des Energiesystems der Zukunft zu machen. |