7. Triennale der Photographie Hamburg

Catherine Balet, Strangers in the Light #1, 2009 © Catherine Balet

Die Triennale der Photographie Hamburg stellte vom 18.-28. Juni 2015 das Thema "Zukunft" in den Mittelpunkt. Das Motto, THE DAY WILL COME, sollte Kuratoren, Künstler, Wissenschaftler anderer Disziplinen und Besucher dazu anregen, über die Zukunft der Fotografie nachzudenken. Alles dreht sich um die Zukunft der Fotografie und die Zukunft in der Fotografie. Es geht um Hoffnungen, die leben, um Visionen, die wahr werden, um Schönheit, die uns berührt und um Bilder, die wir miteinander teilen. Mit Fotoausstellungen in rund 50 Locations unter einem gemeinsamen Motto wurde hier die gesamte Bandbreite fotografischer Techniken und Stile präsentiert. 

Mittelpunkt des Festivals war ein Containerdorf auf dem Deichtorplatz, mit Ausstellungen von zehn europäischen Fotofestivals und Fotoschulen. Das New Yorker Fotofestival Photoville Brooklyn präsentiert dort als internationaler Partner zeitgenössische amerikanische Fotografie. Ergänzt durch über 30 Satellitenshows, Workshops, Podiumsdiskussionen, Künstlergespräche, nächtliche Projektionen, Parties und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, wird die Triennale 2015 zu einem Fest der Fotografie. Begleitet wurde das Fotofestival von einer internationalen Konferenz, Künstlergesprächen, fachspezifischen Diskussionen und Vorträgen, sowie Portfoliosichtungen und Projektionen. Seit 2014 wird die Triennale der Photographie von der Deichtorhallen Hamburg GmbH veranstaltet. 

In Kürze wird das Thema der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 veröffentlich werden. Kristof Candrowicz wird zum zweiten Mal nach 2015 künstlerischer Leiter der kommenden Triennale sein.

 

Top-Features

THE DAY WILL COME WHEN PHOTOGRAPHY REVISES

Der Kunstverein in Hamburg stellt 6 Fragen an die Zukunft der Fotografie, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse umreißen. Über die Aktualität und Zukunft der Fotografie zu denken bedeutet, sie als eine Möglichkeitsform zu begreifen, in welcher unterschiedliche künstlerische Praktiken innerhalb der Ausstellung und Publikation diskutiert werden. Die Fragen und Begriffe werden an unterschiedliche Generationen von KünstlerInnen gestellt, die sich mit dem Fotografischen und seinen unterschiedlichen Manifestationen auseinandersetzen. Diese Prozesse des Nachdenkens über eine Zukunft der Fotografie durch das Fotografische selbst sollen Ausgangspunkt sein für „THE DAY WILL COME WHEN PHOTOGRAPHY REVISES“.

 

Eröffnung 18.06.2015 / 18:00 Uhr
Kunstverein in Hamburg
Klosterwall 23, 20095 Hamburg
 

Foto: Susanne Kriemann, In girum imus nocte et consumimur igni, 2013© Susanne Kriemann

OBERHAFEN NIGHT OF PHOTOGRAPHY

Am Freitag, den 18. Juni werden um 19 Uhr vier Ausstellungen im Oberhafen eröffnet und somit das Oberhafenquartier zum Treffpunkt der Phototriennale. Die Ausstellungen #snapshot, OLYMPUS PHOTOGRAPHY PLAYGROUND, AREA: REVISTED und THE SMART VIEW - Reflections on Mobile Photography bieten ein vielfältiges Spektrum zur ästethischen und technischen Zukunft der Fotografie.

 

Foto: Catherine Balet, Strangers in the Light #1, 2009 © Catherine Balet

Triennial Show

THE DAY WILL COME WHEN THERE IS HOPE

Die Fotografie ist trotz des Anspruchs auf Realität und Wirklichkeit immer auch Vermittler von Träumen, Fantasien und Sehnsüchten gewesen. Vor allem in der zeitgenössischen Kunst ist das fotografierte Bild einerseits Abbild sozialer Umbrüche, globaler Veränderungen und Umwälzungen, andererseits aber Ausdruck von Utopien und Hoffnungen. Sei es als Collage, Inszenierung oder auch Rekonstruktion, die Fotografie ist gerade wegen ihres scheinbar dokumentarischen Charakters heute zum wichtigsten Medium für die Suche nach Identität, Wünschen oder Sehnsuchtsorten geworden. Die Ausstellung widmet sich diesen ambivalenten und höchst kontroversen Momenten des „Prinzips Hoffnung“ in der zeitgenössischen Photographie mit Werken von Yto Barrada, Nan Goldin, Annette Messager, Zwelethu Mthethwa, Adrian Paci u. a.

 
Eröffnung 18.06.2015 / 18:00 Uhr
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 1 20095 Hamburg
 

Foto: Adrian Paci, Centro di Permanenza temporanea, 2007, Sammlung Deutsche Bank © Courtesy the artist, Galerie Peter Kilchmann, Zürich, Kaufmann & repetto, Mailand

 

THE DAY WILL COME

WHEN MAN FALLS

„Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.“ Basierend auf der Flusslehre des Heraklit, fand Platon zur Formulierung des „Panta rhei“ - Alles bewegt sich fort und nichts bleibt. Der New Yorker Fotograf Phillip Toledano liefert sich dem Prozess unaufhaltsamen Wandels in seinen sorgsam seriell angelegten Fotografien aus: Mittels der Fotografie, die lediglich imstande ist, den vergangenen Moment abzubilden, versucht er, Spuren aus dem Fluss zeitlicher Veränderung zu isolieren und Stellung zu ihnen zu beziehen.

 

Eröffnung 18.06.2015 / 18:00 Uhr
Deichtorhallen Hamburg/ Haus der Photographie
Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg

 

Foto: Phillip Toledano, aus der Serie: Maybe, 2011-2015,© Phillip Toledano

 

THE DAY WILL COME

WHEN WE SHARE MORE THAN EVER

Mehr denn je wird geknipst und digitalisiert – unzählige Aufnahmen sammeln sich auf Festplatten und in Clouds, werden im Internet geteilt und kommentiert. Portale wie Facebook und Flickr, aber auch professionelle Bilddatenbanken lösen jedoch nur andere, ältere Formen der Archivierung, des Transfers und der Interaktion ab. Die Ausstellung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet sich diesen neuen Sammlungen und Gebrauchsweisen und zeigt, wie der kontinuierliche und zunehmende Austausch digitaler Fotografien heute an die Geschichte des analogen Mediums anknüpft.

 

Eröffnung 18.06.2015 / 18:00 Uhr
Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz, 20099 Hamburg
 

Foto: Penelope Umbrico, Signals Still, 2011 © Penelope Umbrico