Kunstszene und Galerien in Hamburg

Die Metropolregion Hamburg hat zahlreiche Kunstschätze, Museen und Ausstellungen, die jährlich in über 300 Museen mehr als 2,5 Millionen Besucher anlocken. Allein in die etwa 60 Hamburger Museen strömen rund 1,4 Millionen Besucher im Jahr. Die seit dem Jahr 2000 stattfindende Hamburger Lange Nacht der Museen besuchten 2016 etwa 30.000 Kulturinteressierte. 

Die Hamburger Kunstmeile - Kunstmeilenpass

Auf der Hamburger Kunstmeile zu beiden Seiten des Hauptbahnhofs sind mehrere Museen mit einer Ausstellungsfläche von über 30.000 Quadratmetern mitten im Herzen der Stadt zu finden.  Rund 1 Million Menschen haben 2017 die fünf Museen und Ausstellungshäuser der Kunstmeile Hamburg besucht. Damit positioniert sich der Verbund aus Hamburger Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Bucerius Kunst Forum, Deichtorhallen Hamburg und Kunstverein in Hamburg als Dachmarke für die Kunst in Hamburg auf regionaler und überregionaler Ebene. Mit dem neu eingeführten 3-Tage-Kunstmeilenpass können nun alle fünf Häuser des Verbunds der Kunstmeile Hamburg an drei aufeinanderfolgenden Tagen unbegrenzt besucht werden. Der Pass kostet 25 Euro und ist eine Ergänzung zum bisher bestehenden 12-Monats-Kunstmeilenpass für 36 Euro.

Nach den abgeschlossenen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen der Hamburger Kunsthalle, des Museums für Kunst und Gewerbe, der Deichtorhallen und des Kunstvereins wird im Herbst das Bucerius Kunst Forum seine Gäste in großzügigen neuen Räumlichkeiten am Alten Wall begrüßen. Die Häuser der Kunstmeile präsentieren quer durch alle Medien zeitgenössische und historische Kunst und bieten in diesem Jahr wieder sehr abwechslungsreiche Ausstellungen.

Vom 08. August bis 07. Oktober 2018 wird im Kunstverein in Kooperation mit dem Sommerfestival Kampnagel die Ausstellung The Critical Dictionary of Southeast Asia - Vol. 3: N for Names von HO TZU NYEN präsentiert. Seit dem 29. Juni zeigt die Hamburger Kunsthalle mit Entfesselte Natur – Das Bild der Katastrophe seit 1600 eine große epochen- und medienübergreifende Ausstellung zum Thema Naturkatastrophen. Im Museum für Kunst und Gewerbe dürfen Besucher derzeit bis zum 14. Oktober die Ausstellung Mobile Welten oder das Museum unserer transkulturellen Gegenwart entdecken. Die Ausstellung Anton Corbijn. The Living and the Dead im Bucerius Kunst Forum untersucht die spannende Frage, wann Fotografie zu Kunst wird.

Mehr Informationen über den Kunstmeilenpass und die kommenden Ausstellungen der fünf Mitglieder findet sich unter www.kunstmeile-hamburg.de.

Hamburgs Galerienszene – individuell und kosmopolitisch

Neben der etablierten Kunstlandschaft hat sich in Hamburg eine vielfältige Galerienszene etabliert. Insgesamt gibt es über 60 Galerien in Hamburg. Die größte Dichte an Ausstellungsräumen findet sich wohl auf der Fleetinsel und im Kontorhausviertel. Aber auch in anderen Stadtteilen geben Hamburger Galeristen der bildenden Kunst und aktuellen Trends ein Quartier. Einen Überblick bietet der Verband Galerien für Hamburg e. V.

(Galerie Affenfaust / Facebook)

Triennale der Photographie Hamburg

Die Triennale der Photographie Hamburg geht auf eine Initiative des Fotografen und Sammlers Prof. F. C. Gundlach zurück. Seit 1999 findet das Fotofestival alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit den großen Hamburger Museen, kulturellen Institutionen, zahlreichen Galerien und weiteren Veranstaltern in Hamburg statt. Inzwischen ist die Triennale der Photographie Hamburg ein Deutschland weit bedeutendes Fotoevent von internationaler Reputation geworden.

Die Triennale der Photographie Hamburg 2015 stellte das Thema "Zukunft" in den Mittelpunkt. Das Motto THE DAY WILL COME sollte Kuratoren, Künstler, Wissenschaftler anderer Disziplinen und Besucher dazu anregen, über die Zukunft der Fotografie nachzudenken. Alles drehte sich um die Zukunft der Fotografie und die Zukunft in der Fotografie. Es ging um Hoffnungen, die leben, um Visionen, die wahr werden, um Schönheit, die uns berührt und um Bilder, die wir miteinander teilen. Mit Fotoausstellungen in rund 50 Locations unter einem gemeinsamen Motto wurde hier die gesamte Bandbreite fotografischer Techniken und Stile präsentiert.

Das Thema der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 lautete BREAKING POINT. SEARCHING FOR CHANGE. Krzysztof Candrowicz war zum zweiten Mal nach 2015 künstlerischer Leiter.  Im pointierten Gebrauch der Computerbefehle, des digitalen Steuerbords als Schalthebel zur Wirklichkeit, setzte das Konzept der Triennale der Photographie an. Sie greift Symbolik und Optik der Tastatur auf – und legte gleichzeitig offen, welche Differenz zwischen den bestehenden Begriffen und Kategorien, auf die Welt zuzugreifen, und den realen Machtverhältnissen liegt – und vor allem welche Rolle dabei die aktuelle Fotografie als Filter und Katalysator spielt.