Sommer in Hamburg

(Download durch Klick aufs Bild / Binnenalster im Sommer/ Andreas Vallbracht)

Die schönste Jahreszeit für Hamburg ist der Sommer – jetzt zeigt sich die maritime Hansestadt von ihrer besten Seite: Die von viel Grün und Wasser durchzogenen Stadtviertel bieten die perfekte Bühne für ausgedehnte Streifzüge, kulinarische Erlebnisse unter freiem Himmel, sommerliche Kulturereignisse und lange, laue Nächte.

Wenn im Mai die Temperaturen allmählich steigen, zeigt die Stadt ihre grüne Seite: Alsterwiesen, Elbstrand und Parks strahlen in sattem Grün. Spätestens jetzt verlagert sich das Leben in der Hansestadt wieder nach Draußen. Entlang der Elbe, von den Landungsbrücken bis zur HafenCity, genießen Spaziergänger den Blick auf Wasser und Hafen. Hier blitzt die Fassade der neuen Elbphilharmonie Hamburg mit der Sonne um die Wette, darunter schaukeln die Masten der im Traditionsschiffhafen ankernden Segelschiffe.

Im Sommer können die Temperaturen im Norden durchaus über die 30-Grad Marke klettern, doch  dank der stetigen leichten Brise im Hafen ist es im maritimen Hamburg auch an warmen Tagen gut auszuhalten. Entlang der „Waterkant“ im Hafen ab Höhe der Landungsbrücken verbreiten zahlreiche Beachclubs mediterrane Atmosphäre – mit einem Cocktail in der Hand schaut es sich besonders gut auf die vorbeiziehenden Container- und Kreuzfahrtschiffe.

Die HafenCity lädt mit den Marco-Polo- und Magellan Terrassen zu einem entspannten Eis in der Sonne oder einem Spaziergang entlang ihrer endlosen Promenaden ein. Direkt daneben bietet die Speicherstadt zwischen Deichtorhallen und Baumwall reizvolle Kontraste – das 2015 zum UNESCO Weltkulturerbe deklarierte Architekturensemble macht Hamburgs Ruf als Venedig des Nordens alle Ehre: Vorbei an Kanälen über zahlreiche Brücken lässt es sich hier in traditionsreicher Kulisse wunderbar spazieren.

(Download durch Klick aufs Bild / Magellan-Terrassen/ Thomas Hampel)

Seen und Parks in Hamburg

Wer lieber kleine Schiffe bzw. Segelboote guckt, macht einen Abstecher ins Herz von Hamburg: an die beschauliche Alster. Direkt am Jungfernstieg hat man von den breiten Treppen des Anlegers einen wunderbaren Blick auf die von prächtigen Kontor Häusern gesäumte Binnenalster mit der hoch aufschießenden Alsterfontäne. Von hier aus führt ein Spazierpfad über die Kennedybrücke hinüber zur Außenalster. Hier kreuzen auch wochentags nach Feierabend unzählige Boote, Ruderer und Stand-Up-Paddler auf dem See. Gerade an den Wochenenden gesellen sich Schlauch- oder Tretboote hinzu. Die weitläufigen Alsterwiesen laden zum Picknicken ein. Etwas weiter stadteinwärts Richtung Schanzenviertel liegt der Park Planten un Blomen. Umringt von üppig bepflanzten Parkanlagen sind die bunt beleuchteten Wasserspiele am zentralen See besonders in der Abenddämmerung ein beliebtes Ziel für Einheimische wie Touristen – Weinflasche einpacken und genießen.

(MS Dockville / Axel Füllgraf)

Kultur- und Festivalsommer

Was wäre ein Sommer ohne die vielen Kulturereignisse unter freiem Himmel? Populär sind die zahlreichen Openairkinos, die auf dem Rathausmarkt, im Innenhof des Rathaus Altona oder im Oberhafenquartier stattfinden. Beim internationalen Sommerfestival auf Kampnagel im August trifft sich die internationale Avantgarde aus den Bereichen Performance, Musik, Theater und bringt interdisziplinäre Produktionen, darunter viele Uraufführungen und Europapremieren auf die Bühne am Ufer des Kanals, der illuminierte Festivalgarten am Kanalufer ist gespickt mit Installationen und Kunstaktionen. Im Stadtpark in Winterhude wird die Freilichtbühne den ganzen Sommer mit Pop und Rock bespielt, der auch außerhalb des Geländes für Zaungäste beim Picknick gut zu hören ist. Neben zahlreichen Open Air Partys werden Schulterblatt, neuer Pferdemarkt, der Hamburger Berg, der Spielbudenplatz auf St. Pauli, aber auch unzählige Seitenstraßen in Altona, Ottensen, Eppendorf, Eimsbüttel oder der Innenstadt zu Szenehotspots, auf denen das Nachtleben sich bis auf die Bürgersteige ausweitet.

Die großen Musikfestivals der Metropolregion Hamburg locken im Juli und August die Hamburger aufs Land: beim MS Dockville gestalten Künstler und internationale Newcomerbands gemeinsam in Wilhelmsburg auf der anderen Elbseite den künstlerischen Ausnahmezustand. Das Dorf Wacken empfängt wie jedes Jahr das größte Heavymetal-Festival der Welt. Deichbrand, Hurricane und das kleinere Boutiquefestival „A Summernights Tale“ in Luhmühlen bringen Musik und Szene in ländlichem Setting zusammen. Liebhaber der Klassik erleben beim Schleswig-Holstein-Musikfestival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern internationale Spitzenmusiker in ländlichen Kirchen, Klöstern, Schlössern und Gütern.

Stadtstrand und Meer

Für Touristen immer noch ein Geheimtipp sind die Sandstrände am Elbufer von Övelgönne bis Blankenese und Wedel. Mit der Fähre 62 von den Landungsbrücken aus zum Busticketpreis zu erreichen, wartet in Övelgönne ein beschaulicher Spazierweg entlang des Museumshafens, vorbei an malerischen kleinen Häusern und wunderschönen Gärten bis zum ersten Sandstrand. Hier ist bei Sonne der Kiosk „Strandperle“ und das benachbarte „Ahoi“ perfekter Anlaufort, um vis a vis der Hafenkräne bei einem kühlen Getränk die Füße in den Sand zu stecken. Weiter entlang der Elbe werden die Strände immer einsamer, und hinter Teufelsbrück lassen der Blankeneser Stand und besonders das Falkensteiner Ufer echtes Urlaubsfeeling entstehen.

Wer mehr Strand und Sand möchte, findet eine Stunde mit dem Zug entfernt die Lübecker Bucht an der Ostsee mit den Badeorten und weiten Sandstränden von Niendorf über Timmendorf, Scharbeutz und Haffkrug bis nach Neustadt. Inselfeeling kommt etwas weiter nördlich am Strand von Fehmarn auf. Wer die Nordsee bevorzugt, sollte einen Ausflug nach Sylt einplanen: hier, in den „Hamptons von Hamburg“, treffen mondäne Villen, teure Boutiquen und exklusives Inselflair auf Wellen und kilometerlange Strände mit endlos blauem Himmel. Weniger mondän aber mit genauso viel Inselcharme beeindrucken die weiteren Nordfriesischen Inseln wie Föhr oder Amrum. Das Mekka für Surfer und Kiter ist und bleibt wohl St. Peter Ording, das sich auch als Film- und Fernsehkulisse einen Namen gemacht hat. Markante Wahrzeichen von „SPO“ sind die Pfahlbauten am rund zwölf Kilometer langen Sandstrand.