Maritime Erlebnisse in Hamburg

Hafenrundfahrt mit Speicherstadt

(Kehrwiederspitze / Thomas Hampel)

Hafenrundfahrten gibt es viele - ein Urgestein unter den Anbietern ist Barkassen-Meyer. Die Kapitäne begleiten mit hanseatisch-saloppen Sprüche und informativen Erklärungen die Tour vorbei an Schwimmdocks und Containerterminals; erläutern den Hafen als Arbeitsraum, und fahren bis in das UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt. Dort verbergen sich hinter den roten Backsteinfassaden traditionell viele Teppichhändler, aber auch Erlebnismuseen wie das Miniaturwunderland mit seiner eindrucksvollen Modelleisenbahnlandschaft; ein Gewürzmuseum oder Agenturen und Fotostudios.

Spaziergang zu den Landungsbrücken

(Landungsbrücken / Sven Schwarze)

Zu Fuß geht es von der von Stararchitektin Zaha Hadid gestalteten Flutzschutzmauer am Baumwall über die Pontonanlage zu den Landungsbrücken, vorbei an den dort ankendern Museumsschiffen Cap San Diego und Rickmer Rickmers. An den Landungsbrücken warten Akkordeonspieler, Souvenirstände, kleine Kioske und Imbissbuden auf Touristen - die besten Fischbrötchen gibt es übrigens an der Brücke 10. Von den Landungsbrücken führt eine Treppe hinauf zum Vorplatz der Jugendherberge Am Stintfang – von hier oben gibt es das gesamte Hafenpanorama samt Sonnenuntergang zu bestaunen.

Beachclubs

(Beachclub Wedel / imagefoto.de)

Im Sommer eröffnen die Beachclubs der Hansestadt – nirgendwo kann man entspannter Schiffe und Möwen beobachten und gleichzeitig die Füße in den Sand stecken. Vom edlen Piano Beach am exklusiven Indochine Club über das relaxte Strand Pauli bis zum familienfreundlichen 28° Beachclub in Wedel – gemein ist (fast) allen Beachclubs Karibikfeeling und der unverstellte Blick aufs Wasser.

http://www.hamburg.de/beachclubs/

Fährfahrt zum Elbstrand

(Elbstrand / Ottmar Heinze)

Von den Landungsbrücken geht es bereits mit einer einfachen Fahrkarte für den Nahverkehr aufs Wasser. Für ein paar Euro schippern die öffentlichen Fähren vorbei an Fischmarkt und St. Pauli-Panorama nach Finkenwerder auf der anderen Elbseite, nach Övelgönne mit seinem Museumshafen und dem allseits beliebten Elbstrand, wo sich im Sommer Badegäste und Sonnenanbeter den Platz für ihre Liegematten streitig machen. Ein Alsterwasser oder Aperol Spritz am Strandkiosk „Strandperle“ gehört für alle Hamburger zu einem gelungenen Sommer.

U3 – Blick aufs Wasser

(Portugiesenviertel / Jörg Modrow)

Kurzbesucher, die keine Zeit für den Hafen haben, sollten mindestens diesen Abstecher einplanen. Zwischen Rödingsmarkt und St. Pauli fährt die U-Bahnlinie 3 entlang der Elbe überirdisch. Selbst Alteingesessene sind jedes Mal aufs Neue begeistert von den wahrscheinlich schönsten paar hundert Metern des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg. Besonders zur Dämmerung zu empfehlen!

Der Fischmarkt

(Fischmarkt / Christian Spahrbier)

Zurück an der Erdoberfläche findet ein kleines Stück elbabwärts immer sonntagmorgens der Fischmarkt statt. Von 5 bis halb zehn Uhr (in den Wintermonaten ab 7 Uhr) gibt es hier nicht nur Fisch zu kaufen, sondern auch Gemüse, Fleisch und Hamburg-Nippes. Der gleichnamige Platz steht bei Hochwasser regelmäßig unter Wasser – als läge ein Segen darauf, aber nie sonntags. Das Wasser meint es eben gut mit Hamburg – die meiste Zeit.

Die Hafencity

(Marco-Polo-Terrassen / Thomas Hampel)

Die Hafencity vereint maritime Atmosphäre mit architektonischen Impressionen: Hamburgs neuester Stadtteil liegt auf ehemaligen Hafenanlagen und ist von Wasserwegen durchzogen. Kilometerlange Promenaden eröffnen den Blick auf architektonische Highlights wie den Marco Polo Tower, das Unilever-Gebäude oder das Spiegelhochhaus; am historischen Museumshafen können Besucher in einem Schiffsbauch „Harrys Hafenbasar“ entdecken – ein skurriles Sammelsurium von Seefahrer-Mitbringseln aus der Kolonialzeit. Und am Kreuzfahrtterminal sind die neusten Kreuzfahrer aus der Nähe zu bestaunen.

Alsterrundfahrt und Paddeltour

(Alster-Bootstour / Roberto Kai Hegeler)

Vom Jungfernstieg und Alsterufer aus durchkreuzen die Alsterfähren die beschauliche Alster. Viel spektakulärer sind jedoch die Kanalfahrten: Auf Ausflugsschiffen oder im eigenen Paddelkanu teilen sich schwimmende Stadtforscher die weitverzweigten Wasserwege mit Teichhühnern. Gewagte stellen sich aufs Surfboard und stechen als Standup-Paddler vorbei an ins Wasser hängenden Weiden und weißen Gründerzeitfassaden. Im Alster-Rondell können Paddler in die Privatgärten der besten Wohngegend sitzen; per Boot geht es bis hoch zum Stadtparksee im Norden der Stadt.

Alsterwanderweg

(Alsterwanderweg / Hans-Joachim Harbeck)

Ein verwunschenes Stückchen Natur und pitorreske Schleusen finden Spaziergänger und Radler auf dem Alsterwanderweg, der sich von der Alsterquelle entlang bis zur Elbe zieht. Hier ist die Alster noch ein kleines Flüsschen, das sich durch Moore und Wäldchen windet. Ein kontinuierlicher Weg - übrigens Teil des norddeutschen Jakobsweges Via Baltica – führt bis in die Hamburger Innenstadt. Am schönsten ist aber der Teil zwischen den S-Bahnstationen Alstertal und Hamburg-Ohlsdorf.

www.hamburg.de/wandern-ausflug-hamburg

Musicalbesuch an der Elbe

(Der König der Löwen / Stage Entertainment)

Direkt gegenüber von den Landungsbrücken liegen am anderen Elbufer die Musicalhäuser „König der Löwen“ und „Das Wunder von Bern“. Zu erreichen – typisch hamburgisch – natürlich nur mit dem Boot. Vom Panoramadeck der Barkasse aus ergeben sich tolle Blicke auf die funkelnde Fassade der Elbphilharmonie, Hamburgs neuem Konzerthaus, und der Hafencity. Auch in der Pause breitet sich vor den Musicalbesuchern das Stadtpanorama Hamburgs am Ufer der Elbe aus.

Der alte Elbtunnel

(Alter Elbtunnel / Melanie Trümper)

Weniger Ausblick, aber mehr Atmosphäre bietet der Spaziergang durch den 1911 eröffneten Alten Elbtunnel: Ein Aufzug führt hinab in die kühle Tiefe, wo zwei weiß gekachelte Röhren unter der Elbe hindurch führen. Hier können Touristen ans andere Ufer laufen und radeln – während zwei Dutzend Meter über den Köpfen die Elbe hinweg tost. Ein Highlight ist der Lastenaufzug für Autos, mit dem es in die Tiefe rumpelt.