Radverkehr und Lebensqualität in Hamburg

Die Studie wurde durchgeführt vom SINUS-Institut in Zusammenarbeit mit der Monitoring-Abteilung der Hamburg Tourismus GmbH im Auftrag der Hamburg Marketing GmbH.

Über eine repräsentative Online-Befragung von 1.602 Hamburger*innen wurden belastbare Daten zur Entwicklung einer zielgruppengerechten Rad-Kampagne der Stadt Hamburg erhoben. Darüber hinaus wurden 500 Personen aus dem Hamburger Umland sowie 401 Besucher*innen befragt. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich vom 25.07. bis zum 13.08.2018.

Ziel der Kampagne ist die Steigerung des Radverkehrs und damit einhergehend der Lebensqualität in Hamburg sowie eine Verbesserung des Images der Radfreundlichkeit der Stadt Hamburg. Hierzu wurden Fakten zum Mobilitätsverhalten im Allgemeinen und zur Fahrradnutzung im Besonderen erhoben (auch mit Blick auf Pendler). Zudem wurden generelle wie Hamburg-spezifische radbezogene Einstellungen, Motive und Barrieren ermittelt und das Image bzw. die wahrgenommene Radfreundlichkeit der Stadt Hamburg in den Blick genommen.

In diesem Zuge wurden neben der Bekanntheit und Nutzung der Radservices der Stadt auch ermittelt, über welche Kanäle sich die Hamburger*innen zum Thema Radfahren in Hamburg informieren.

Die zentralen Befunde lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • 81% der Hamburger*innen stimmen der Aussage zu, dass Radfahren Spaß macht.
  • 45% der Hamburger*innen gehen davon aus, dass ihre Stadt gemeinhin als radfreundlich bekannt ist. Im Umland liegt die Einschätzung bei 27%. Im Vergleich dazu werden Amsterdam mit 72% (Umland 71%) und Kopenhagen mit 52% (Umland 44%) bewertet.
  • Die Vorteile des Radfahrens sieht die breite Mehrheit der Hamburger*innen darin, sich (87%) und der Umwelt (76%) etwas Gutes zu tun.
  • 73% der Hamburger*innen sind der Meinung, dass sich die Lebensqualität in Hamburg verbessern würde, wenn mehr Menschen das Fahrrad benutzen würden.
  • Auch wenn die Hamburger*innen gerne (25% sehr gerne und 47% eher gerne) mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs sind, zeigt ihre Einstufung der Radfreundlichkeit Hamburgs, dass die Situation besser sein könnte: Am häufigsten wird hier die Note „befriedigend“ (44%) vergeben.
  • Die am häufigsten genannten Barrieren beim Radfahren sind schlechtes Wetter (63%), Gefährdung durch andere Verkehrsteilnehmer (53%), Infrastruktur-Defizite (52%) und fehlenden sichere Abstellmöglichkeiten (50%).
  • Verbesserungspotenziale in Hamburgs Image als radfreundliche Stadt werden gesehen bei der Radfahr-Infrastruktur (keine gute Infrastruktur für Radfahrer trifft auf 50% der Befragten ganz genau oder eher zu) und in der Atmosphäre zwischen den Verkehrsteilnehmer*innen (ein angespanntes Klima trifft auf 72% ganz genau bzw. eher zu).
  • Die Radangebote der Stadt sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt, mit Ausnahme des StadtRADs (77%).Darüber hinaus kennen nur 14% der Befragten die Velorouten und 32% die Bike+Ride Angebote.

Die Ergebnisse aus der Studie finden Sie hier zum Download.

 

Kontakt 

Bettina Berger

Projektleitung

Tel: +49 40 41 11 10 - 635

E-Mail: bettina.berger@marketing.hamburg.de