Abwechslungsreiches Wochenende mit den Girls

(Mit den Freundinnen die Freiheit am Hafen schnuppern / Sven Schwarze)

Maritimes Flair am Hafen und hanseatischer Schick an der Alster, aufregende Nächte auf St. Pauli und die junge Szene in der Schanze, dazu kurze Wege, viel Grün und noch mehr Wasser: Das sind die Zutaten für einen einmaligen Hamburg-Trip mit den besten Freundinnen.

Beim Prosecco im Beachclub auf Containerriesen, edle Kreuzfahrtschiffe und Hafenfähren schauen und dabei von der weiten Welt träumen; Streetstyles im Schanzenviertel auf der Marktstraße abchecken oder die Designertaschen im Alsterhaus durchstöbern – dazwischen liegen in Hamburg keine Welten, sondern nur wenige Kilometer. Mit ihrem Hafen und der Speicherstadt, dem legendären Rotlichtviertel rund um die Reeperbahn und der alternativen Szene in St. Pauli war die Metropole im Norden Deutschlands schon immer ein Sehnsuchtsort für Freigeister und Nachtschwärmer. Aber die alte Hansestadt kann auch ganz Diva sein: Alstervillen, Segelclubs und traditionsreiche Kaufhäuser erzählen Geschichten von ihrer Grandezza.

Ahoi: Hamburg maritim

Trotz der knapp 1,8 Millionen Einwohner kommt zwischen Alster und Elbe selten Großstadt-Hektik auf. Hamburg gibt sich entspannt und kompakt. Die Wege zwischen Szene-Vierteln und Innenstadt sind kurz genug, um sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken: die prachtvollen Fassaden der Einkaufspassagen am Neuen Wall, Street-Art an den Häusern auf der Susannenstraße, gemütliche Cafés, abgerockte oder edle Musik-Clubs, Sterne-Restaurants und Fischbrötchen-Buden.

(Anleger Jungfernstieg / Christian Spahrbier)

Von Hamburg aus sind es zwar noch knapp 100 Kilometer bis zum offenen Meer, aber dank Hafen, Elbstrand, Alster und zahlreicher Kanäle, die die ganze Stadt durchziehen, ist die maritime Atmosphäre überall zu spüren.

Ein Spaziergang durch die Speicherstadt führt vorbei an historischen Backsteinbauten und Brücken - davon gibt es in Hamburg mehr als in Venedig und Amsterdam zusammen. Bei gutem Wetter verwandeln sich die Bootsstege entlang der Alster zu Hot-Spots am Wasser, wo man hinter Sonnenbrillen Segelboote und Stand-up-Paddler beobachtet. Auch an der Elbe gibt es viele Orte zum Relaxen: Von den Landungsbrücken aus fährt eine öffentliche Fähre Richtung Övelgönne. Romantikerinnen werden sich in die windschiefen Lotsenhäuschen vergucken, die den Weg zum Elbstrand säumen. Wie es wohl wäre, hier zu leben und morgens vom Tuten der Container-Schiffe geweckt zu werden?

Auf in die Nacht

Nirgendwo sonst in Deutschland liegen Mainstream und Underground, Kitsch und Kunst, Schmuddel-Image und Szene-Status so dicht beieinander wie auf der Reeperbahn. Musical-Theater, Comedy-Bühnen und Livemusik-Clubs reihen sich in dem Amüsierviertel an Kneipen, Burlesque-Bars und Discos. Neben edlen Restaurants und Fast-Food-Läden buhlen Striptease-Lokale um Kundschaft.

Beim Karaoke-Singen ein Duett mit einem Unbekannten schmettern oder in der Eck-Kneipe mit urigen Charakteren versacken, über die Toys im Edel-Sexshop „Boutique Bizarre“ fachsimpeln oder von der Sky-Bar aus die blinkenden Lichter der Stadt bewundern: In einer Nacht auf St. Pauli ist fast alles möglich – auch, weil es keine Sperrstunde gibt.

Party-Hopping funktioniert hier auch ohne Taxi: Der Weg von der Reeperbahn ins angrenzende Schanzenviertel ist selbst in hohen Schuhen kein Problem. Im Sommer bevölkern vor allem Studenten die breiten Bürgersteige vor den Lokalen am Schulterblatt, bei kühleren Temperaturen drängeln sie sich in Kneipen wie der Katze oder dem Saal 2. International bekannte DJs wie Solomun legen in Clubs wie dem Uebel und Gefährlich im Bunker an der Feldstraße oder dem neuen Fitzgerald auf. Nachtschwärmer, die bis in die frühen Morgenstunden durchhalten, werden auf dem Fischmarkt mit einem Sonnenaufgang an der Elbe und den besten Matjes-Brötchen der Stadt belohnt.

(Mellin-Passage / Sven Schwarze)

High-End oder von der Stange, Vintage oder handgemacht: Die Auswahl in Hamburg ist riesig – zum Glück sind die Einkaufsstraßen von der Innenstadt bis in die Trendviertel kompakt genug, um alle Shopping-Gelüste an einem Tag zu befriedigen.

Shopping und Kultur

In der Innenstadt finden Fashionistas neben den üblichen Highstreet-Ketten auch Institutionen wie das Alsterhaus oder den Concept-Store UZwei. Fürs Schwärmen und Window-Shoppen bieten sich die Nobel-Straßen Neuer Wall und Große Bleichen an. Der Kontrast zu Schanze und Karolinenviertel könnte größer kaum sein: Hier treffen sich Hipster, Alternative und junge Familien, um auf dem Flohmarkt oder in kleinen Boutiquen zu stöbern. Besonders intensiv ist dieses typische Flair auf der Marktstraße mit ihren lokalen Designer-Shops, Vintageläden und gemütlichen Cafés zu erleben.

In unmittelbarer Nähe zum innenstädtischen Shopping-Trubel liegt übrigens die Museumsmeile. Mit dem Kunstmeilenpass kann man zwischen alten Meistern in der Kunsthalle wandeln, in die Welt internationaler Fotografie in den Deichtorhallen abtauchen oder im Museum für Kunst und Gewerbe Designgeschichte erleben.

Abschalten

Vielleicht wirkt das viele Wasser beruhigend, vielleicht liegt es an all den Parks und Grünflächen: Trotz ihrer beachtlichen Größe und dem Rummel auf der Reeperbahn lässt sich die Stadt nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Orte zum Runterkommen und Abschalten gibt es viele, vom weitläufigen Stadtpark in Winterhude bis zu Planten und Blomen mit seinen Liegewiesen und dem Tropenhaus mitten in der Stadt. Indoor-Entspannung verspricht das Holthusenbad im Stadtteil Eppendorf. Hinter der klassizistischen Backsteinfassade mit ihren großen Sprossenfenstern verbergen sich eine Therme, Spa und Sauna. Eine Viertelstunde in der badewannenwarmen Sprudelliege genügen, um am Ende eines City-Trips in Hamburg aufzutanken und voll neuer Eindrücke in den Alltag zurückzukehren.

Top Ten To-Dos für das perfekte Freundinnen-Wochenende

  • In einer Skybar von den funkelnden Lichtern der Reeperbahn verzaubern lassen

  • Über den Jungfernstieg, den Neuen Wall und Große Bleichen flanieren

  • Die kreativen Ideen Hamburger Designer in der Marktstraße bestaunen

  • In die niedlichen Lotsenhäuschen in Övelgönne verlieben

  • Eine Show in der Burlesque-Bar Queen Calavera besuchen

  • Die weißen Segel der Boote auf der Alster zählen

  • In den Schanzenhöfen zur Expertin für Craftbeer werden

  • Durch das Angebot der Food-Market-Stände bei der „Marktzeit“ in Ottensen probieren

  • Neue Kunst in den Deichtorhallen entdecken

  • Im historischen Ambiente des Holthusen-Bads entspannen